Okular-Scheitelbrechwertmessgerät Lensmeter, Focimeter, Lensometer
Zeiss Scheitelbrechwertmesser mit Innenablesung
mit manueller Einstellung - 1953-1986 - aus Zeiss BRD Produktion Frontifocometro manuale, frontofocomètre, Lentimètres Vertex


Germany


West-Germany

 

 

 

 

 

Zeiss "Winkel" Scheitel (1.Serie)

 

Punktekreis-Messfigur


Der 1953 erschienene Okular-Scheitelbrechwertmesser von Zeiss-Winkel (Göttingen/BRD) war die konsequente Fortsetzung der 'kleinen' Zeiss Vorkriegs-Brillenglasmessgeräte. Wie das 1938er Zeiss-Jena Modell im kompakten Mikroskop Stil, allerdings nun mit einer auf die Okular Strichplatte projizierten Dioptrien-Skala und einer handlicheren oben angeordneten Glas Markierungs-Mechanik. Bis Heute ist er der kleinste Scheitel mit Innenablesung und Netzanschluss.
Der Zeiss-Winkel verfügt über eine Punktekreis-Messfigur, eine drehbare Okular-Strichplatte mit Kreuz und dazu eine starre TABO-Gradeinteilung. Das drehbare Okular-Kreuz hat in der horizontalen und vertikalen eine Prismendioptrie-Skala. Die Gradeinteilung ist wie auch die über Umlenkspiegel auf die Okular-Strichplatte projiziert Dioptrienskala innen ablesbar.
1.Serie - Geräte der 1. Serie kamen 1953 mit dem Herstellerlogo 'Zeiss-Winkel Germany' und der Modellbezeichnung 'Scheitelbrechwertmesser mit Innenablesung' auf den Markt und waren in Hellelfenbein (Ärzte, Kliniken) und schwarz (Optiker, Industrie) erhältlich. 1955 änderte sich das Herstellerlogo bedingt durch die Umstrukturierung der Carl-Zeiss-Stiftung dann in 'Carl-Zeiss Germany' und später in 'Carl-Zeiss West Germany'.
2.Serie - 1969 gab es technische Verbesserungen der Markierungsmechanik (Einhand-Bedienung), der Tuscheeinheit (Patronen) und ein neues Okular (auch für Brillenträger). Diese Geräte der 2.Serie wurden bis 1976 gebaut, waren nur noch in Hellelfenbein lieferbar, wurden in der dazugehörigen Dokumentation als 'ZEISS - Scheitelbrechwertmesser mit B-Okular' bezeichnet und hatten weiterhin das klassische 'Carl-Zeiss'
Tessar-Objektiv-Logo am Gerät.
3.Serie
- Ab 1977 gab es dann mit der 3.Serie bei fast unveränderter Technik ein neues kantigeres Design in weiß. In wahrscheinlich nur verhältnismäßig geringen Stückzahlen gebaut war dieses Gerät bis mindestens 1986 lieferbar. In den Prospekten war die nun benutzte Bezeichnung 'ZEISS - Scheitelbrechwertmesser mit Brillenträger-Okular'.

Carl Zeiss Jena (DDR) baute mit dem SBM70 ein sehr ähnliches Gerät, allerdings nur mit externer Innenablesung, das auf der gleichen Zeiss Vorkriegs-Entwicklung wie der Zeiss-Winkel basierte.

 

     
 

 (1.Serie) 1953 - 1968    (1.Serie Schwarz) 1953 - 1968
 
 (2.Serie) 1969 - 1976    (3.Serie) 1977 - 1986
 
1. Serie:
-Markierungsmechanik mit
-Zweihand-Bedienung
-R/L symetrisch

-Filzeinsatz für Markierung
-Dioptrienskala ausblendbar


 
 
2. Serie & 3. Serie
-Markierungsmechanik
-mit Einhand-Bedienung
-Tuscheeinheit
-mit Kapsel-Patronen
-Okular mit Gummimuschel
-(auch für Brillenträger)
-neues Design (3.Serie)
     
Zentierung der grünen Punkte-Meßfigur

Gewindering [a] am Fuß der Glasauflage mit Hilfe des Stiftschlüssels durch linksdrehen lockern. Ein komplettes herausdrehen ist nicht notwendig.
Danach kann die darunter liegende Strichplatte mit Hilfe von drei
Maden-Schlitzschrauben [b] auf die Mitte der Punktekreis-Messfigur zentriert werden. Je nach gewünschter Testmarken Verschiebung eine Schraube lockern und im Gegenzug die zwei weiteren nachziehen. Zum Schluss alle 3 Justierschrauben [b] stramm anziehen, Gewindering [a] fest verschrauben und anschließend die 3 Justierschrauben [b] wieder ein wenig lockern.

Bei dieser Justierung ist es notwendig das sich kein Brillenglas im Strahlengang befindet.
 

    Brillenglasauflage und Justierlineal
Nullpunktjustierung Dioptrienskala [dpt-Skala]
 
 

(in Vorbereitung)

Zeiss Lensmeter   Zeiss Scheitel
Stempelkissen (1. Serie)
Das Stempelkissen ist mit einer dreifach gelochten Platte verschlossen. Die Löcher können durch verschieben der Platte geöffnet und geschlossen werden. Zudem gibt es noch eine weitere Stellung in der nur das mittlere Loch für das Anzeichnen sphärischer Gläser mit nur einem Zentrierpunkt geöffnet ist.

Um das Stempelkissen mit Spezialfarbtinte anzufeuchten oder zu ersetzen die Rändelschraube am Stempelkissen-Halter lockern und vom Gerät abziehen. Rückseitige Haltespange durch lösen der Schlitzschraube abnehmen und den Doppel-Schiebedeckel abnehmen. Der Stempelkissen Filz ist nun zugänglich.
 

     

 

Ersatzteil-Liste (kein Verkauf durch mich!)

 Technische Daten (1. und 2. Serie)
Abmessungen H/B/T   280 x 151 x 230 mm
Gewicht   3,9 kg
Spannung   220V
Stromverbrauch   15W
Okular Verstellung    ja
max. Glasdurchmesser   Ø 65 mm
Messbereich Brechwert   ± 25 dpt (0,25 Stufung)
Messbereich Zylinder   0° bis 180° (5° Stufung)
Messbereich Prisma Δ   6Δ (1pdpt Stufung)
     
Originale Farben
 
  Schwarz Seidenmatt
Hellelfenbein Seidenmatt
Neupreis:.    -
Originale Bestell-Nr.:.    -
Herstellungszeitraum
1.Version
2.Version (neuer Anzeichner)
 
1953 bis 1968
1969 bis 1976


 

XX
 
Ersatzteile

(1. und 2. Serie)

Leuchtmittel
Kugel
lampe matt
Hersteller:

Sockel E27, 220V/15W 

Stempelfarbe Flasche
rot oder schwarz
für Filzeinsatz

Filzeinsatz
(Verwendung bei frühen
Modellen)

Tuschepatronen
(Verwendung bei späteren
Modellen)

Auflagetisch / Glasauflage
Kunststoffring zum aufschrauben
Zubehör  
Stiftschlüssel [Werkzeug]

Grundausstattung

Kontaktlinsen-Meßtisch

nicht bekannt

Prismenkompensator

nicht bekannt

Staubschutzhülle

nicht bekannt

Bedienungsanleitung

XGrundausstattungX

Anregungen und sonstige Infos zum Thema gerne an Ralph Krüger ralph@krueger-optik.de
Da ich mich gerne mit älteren Scheitelbrechwertmessern beschäftige freue ich mich daher auch über jeden funktionierenden oder
auch defekten SBWM den man mir überlässt. Krüger Optik, 53340 Meckenheim, Neuer Markt 21.

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besonderer Dank an Peter 'Pit' Schumacher, Fa. Zeiss -----------------------------

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